Möchtest du erfolgreich Sprachen unterrichten? Diese 8 Voraussetzungen solltest du dafür mitbringen.

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Du möchtest Menschen dabei unterstützen, (d)eine Sprache zu lernen, weißt aber nicht, ob Du dafür geeignet bist? Eines gleich vorweg: Auch wenn Du kein Sprachstudium an einer Uni absolviert hast, ist es absolut möglich. Schließlich unterrichtest Du ja keine zukünftigen Germanistikprofessoren, sondern ganz normale Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen eine Sprache lernen möchten. Hab also keine Angst davor! Wenn Du die folgenden Voraussetzungen mitbringst, dann hast Du ziemlich gute Chancen als selbständige Sprachlehrer/in erfolgreich durchzustarten.

8 VORAUSSETZUNGEN, DIE DU MITBRINGEN SOLLTEST, UM ERFOLGREICH SPRACHEN ZU UNTERRICHTEN

  • Du bist weltoffen und an fremden Kulturen interessiert. Wenn Du Sprachen unterrichtest, dann ist das auch für Dich eine enorme Bereicherung! Bei mir z.B. findet im Rahmen des Unterrichts oft ein reger Austausch statt. Da ich selbst sehr an fremden Kulturen interessiert bin, lasse ich meine Sprachschüler gerne viel von sich, ihrer Kultur und Traditionen erzählen
  • Du sprichst die Sprache selbst sehr gut. Eigentlich logisch und natürlich Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Sprachunterricht! Damit Deine Sprachschüler eine korrekte Aussprache von Dir lernen, solltest Du die entsprechende Sprache auch selbst sehr gut und (zumindest im Unterricht) möglichst dialektfrei sprechen. Nichts gegen Dialekte, sie haben ihren Charme und gehören zu jeder Kultur und Sprache! Viele Sprachschüler haben jedoch schon genug mit ihrem eigenen Akzent zu kämpfen.
  • Grammatik ist für Dich kein Fremdwort. Nochmal: Du musst kein Sprachstudium absolviert haben, um Menschen dabei zu helfen Sprachen zu lernen. Aber Grammatik gehört nun mal dazu! Sie ist ein wichtiges Werkzeug für Deinen Unterricht und wie eine gute Freundin, die Dir und Deinen Schülern dabei hilft, eine Sprache zu lehren und zu lernen. Und keine Angst, falls Du darin nicht mehr so fit bist. Es gibt unzählige Nachschlagewerke, die Dich auf den neuesten Stand bringen. Selbstverständlich helfe auch ich Dir gerne dabei.
  • Du kannst die Theorie erklären bzw. „rüberbringen“. Das ist wahrscheinlich der Punkt vor dem sich die meisten fürchten. Denn es ist tatsächlich ein großer Unterschied, ob Du selbst etwas kannst oder ob Du es auch anderen Menschen (noch dazu unterschiedlicher Nationalitäten!) erklären kannst. Aber auch hier gibt es Techniken und Hilfsmittel, die Dir dabei helfen, die Dinge einfach und verständlich zu erklären. Die besten Hilfsmittel sind Einfühlungsvermögen und Humor, denn mit Spaß lernt es sich viel leichter.
  • Du bist zeitlich flexibel. Je flexibler Du bist, desto mehr Nachfrage bekommst Du. Überlege Dir also gut (am besten noch bevor Du Werbung machst) WANN Du arbeiten möchtest. Wie sieht Dein eigener Alltag aus, wann hast Du Zeit und Ruhe? Wenn Du z.B. Hausfrau/Hausmann und Mutter/Vater bist und schulpflichtige Kinder hast, möchtest Du evtl. lieber vormittags arbeiten. In diesem Fall gehören zu Deiner Zielgruppe ebenfalls all die Menschen, die vormittags Zeit haben. Deine Zielgruppe wären dann z.B. Hausfrauen/Hausmänner, Rentner/innen, Teilzeitangestellte, Arbeitssuchende etc. Du bist berufstätig? Auch viele Deiner potentiellen Sprachschüler arbeiten tagsüber, sie haben entweder nur abends oder am Wochenende Zeit. Andere wiederum arbeiten im Schichtdienst, sie können (meist im wöchentlichen Wechsel) entweder vormittags oder nachmittags zum Unterricht kommen.
  • Du bist örtlich flexibel. Auch hier gilt, je flexibler Du bist, desto besser. Überlege Dir genau WO Du arbeiten willst. Möchtest Du lieber in Deinen eigenen 4 Wänden beginnen oder kannst Du Dir vorstellen zu Deinen zu Kunden fahren? Diese Überlegung ist ziemlich wichtig! Falls Du nämlich ausschließlich zu Hause arbeiten willst, wirst Du mit größter Wahrscheinlichkeit überwiegend private Kunden haben, die zu dir kommen. Wenn Du jedoch örtlich flexibel bist, wirst Du neben Privatkunden auch Firmen ansprechen können, was finanziell gesehen einen erheblichen Unterschied macht. Die meisten Firmen stellen Dir außerdem gut ausgestattete Räumlichkeiten zur Verfügung. Oft unterrichtest Du hier ebenfalls Einzelpersonen oder kleinere Gruppen.
  • Du hast einen gewissen Unternehmergeist. Ganz egal, ob Du stundenweise, nebenberuflich oder in Vollzeit unterrichtest: Falls Du langfristig mit einer beruflichen Selbständigkeit liebäugelst, hängt Dein Erfolg auch von Deiner Persönlichkeit und Risikobereitschaft ab. Arbeitest du gerne selbständig? Kannst Du Dich selbst zur Arbeit motivieren? Bist Du bereit, die Verantwortung für alle beruflichen Entscheidungen zu übernehmen?
  • Du schaffst es, aus Deinem Unterricht einen ganz besonderen Moment zu machen.
    Schon mehrmals bekam ich von meinen Sprachschülern zu hören, dass sie sich jede Woche unwahrscheinlich auf meinen Sprachkurs freuen. Und zwar nicht nur, weil sie die Sprache lernen, sondern auch weil sie Spaß am Unterricht haben und es für sie einfach ein schöner Moment ist. Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Lob unsagbar glücklich macht. Mit einer guten Portion Humor, einer kleinen Tasse Kaffee und einer aufgelockerten, entspannten Atmosphäre schaffst auch Du es, dass Deine Sprachschüler sich wohlfühlen und immer wieder gerne zum Unterricht kommen.

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